Neumarkt, Altdorf, Hersbruck - Nach dem erfolgreichen Kennenlern-Tag im Mai 2025 in Sulzbürg hat die Steuerungsgruppe ihre Arbeit aufgenommen und sich in den vergangenen Monaten bereits dreimal getroffen. Die zwölf Mitglieder aus den drei Dekanaten haben dabei wichtige Grundlagen für den Fusionsprozess gelegt, der bis zum 1. Januar 2029 abgeschlossen sein soll.
Kennenlernen, Themen sammeln und erste Weichen stellen
Beim ersten Treffen am 15. Juli 2025 in Altdorf lernten sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe kennen, diskutierten über zukünftige Dekanatsgrenzen und sammelten erste wichtige Themenfelder, die im Fusionsprozess besprochen werden müssen, wie z.B. Gebäudekonzeptionen, Finanzen & Haushalt, dekanatliche Infrastruktur und verschiedene Arbeitsbereiche.
Alle drei Dekanate stellen sich vor
Das zweite Treffen am 30. Oktober 2025 in Eschenbach stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens der drei Dekanate. Alle drei Dekanate - Neumarkt, Altdorf und Hersbruck - stellten ihre jeweiligen Besonderheiten, Strukturen, Herausforderungen und Stärken vor. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die drei Dekanate aufgestellt sind – und gleichzeitig, welche gemeinsamen Themen alle drei beschäftigen: Pfarrstellenvakanzen, demografischer Wandel, die Frage nach zukunftsfähigen Strukturen und die Stärkung der kirchlichen Arbeit in der Region.
Von den Erfahrungen Anderer profitieren
Für das dritte Treffen am 14. November 2025 in Neumarkt hatte die Steuerungsgruppe Dekan Jürgen Hacker (Bayreuth) und Dekanin Ulrike Dittmar (Dekanat Cham/Sulzbach-Rosenberg/Weiden) eingeladen – beide haben Fusionsprozesse in ihren Dekanaten begleitet. In einem intensiven Austausch berichteten sie von ihren Erfahrungen, teilten Best-Practice-Beispiele und benannten auch mögliche Stolpersteine. Die Gespräche mit den Gästen haben gezeigt - eine gelingende Fusion braucht vor allem drei Dinge:
Klare Kommunikation: Alle Beteiligten müssen rechtzeitig und transparent informiert werden – von den Kirchenvorständen über die Dekanatskonferenzen bis zu Kommunen und der Öffentlichkeit.
Ehrlicher Umgang mit Ängsten und Bedenken: Fragen wie "Wo ist der Dekanatssitz?" oder "Wer ist künftig meine Ansprechperson?" müssen offen besprochen werden. Auch Trauerprozesse – etwa wenn Stellen gekürzt werden oder vertraute Strukturen sich verändern – sollten sensibel begleitet werden.
Eine realistische Zeitschiene: Es braucht klare Meilensteine und einen strukturierten Prozess, damit klar definiert ist, wann welche Entscheidungen anstehen und wann wer informiert werden muss.
Ausblick: Der eigene Fusionsprozess kommt in den Blick
In den ersten drei Treffen stand das gegenseitige Kennenlernen und das Lernen von Erfahrungen Anderer im Vordergrund. Ab Januar 2026 wird die Steuerungsgruppe nun den Blick verstärkt auf den eigenen Fusionsprozess richten:
- Themenfelder und Arbeitsbereiche müssen bearbeitet werden?
- Welche Zeitschiene ist realistisch und wie ist diese strukturiert?
- Wer muss wann mit einbezogen werden?
- Wie organisieren wir die Kommunikation?
Ein Prozess, der alle betrifft
Die Fusion der drei Dekanate ist ein Prozess, der alle Ebenen der kirchlichen Arbeit in unserer Region betrifft – die Steuerungsgruppe ist sich bewusst, dass dieser Prozess gut gestaltet und kommuniziert sein muss. Wir werden Sie daher regelmäßig über den Fortgang des Prozesses informieren.
