Drei Dekanate auf dem Weg zur Fusion bis 2029

Erstes Treffen der drei Dekanate
Bildrechte Dekanate Neumarkt, Altdorf, Hersbruck

Drei Dekanate gehen gemeinsam in die Zukunft

Die Evang.-Luth. Dekanate Neumarkt, Altdorf und Hersbruck haben einen wichtigen Schritt Richtung Zusammenschluss gemacht: Am 17. Mai 2025 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aller drei Dekanate zu einem ersten Kennenlern-Tag in der Evangelischen Familienerholungsstätte Sulzbürg.

Absichtserklärung für Fusion 2029

Unter der Moderation von Rainer Fuchs und Jochen Nitz aus der Wirkstatt evangelisch lernten sich die Teilnehmenden kennen und setzten sich erstmals intensiv mit dem Thema Zusammenschluss auseinander. Neben den drei Dekanatsleitungen - Dekanin Christiane Murner (Neumarkt), Dekan Tobias Schäfer (Hersbruck) und Dekanin Veronika Zieske (Altdorf) - waren auch die Mitglieder der jeweiligen Dekanatsausschüsse vertreten. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden erste Erwartungen und Bedenken ausgetauscht. Eine wichtige Entscheidung war die Einrichtung einer Steuerungsgruppe aus je zwei haupt- und ehrenamtlichen Vertretern pro Dekanat, die den Fusionsprozess bis 2029 begleiten wird. Das Ergebnis des Tages: Alle drei Dekanatsausschüsse haben mittlerweile eine gleichlautende Absichtserklärung zum Zusammenschluss verabschiedet. Die Fusion ist für den 1. Januar 2029 geplant.

Gemeinsam neue Wege erkunden

Der erste Kennenlern-Tag hat gezeigt, dass alle Beteiligten bereit sind, gemeinsam neue Wege zu erkunden und die evangelische Arbeit in der Region zukunftsfähig zu gestalten. Die Steuerungsgruppe wird nun die nächsten Schritte koordinieren.

 

 

 

 

 

 

 

Bildbeschreibung v.l.n.r.: Dekanin Christiane Murner aus Neumarkt, Dekan Tobias Schäfer aus Hersbruck und Dekanin Veronika Zieske aus Altdorf

 

Fusionsprozess nimmt Fahrt auf: Steuerungsgruppe arbeitet an gemeinsamer Zukunft

Steuerungsgruppe bei der Arbeit
Bildrechte NAH

Neumarkt, Altdorf, Hersbruck - Nach dem erfolgreichen Kennenlern-Tag im Mai 2025 in Sulzbürg hat die Steuerungsgruppe ihre Arbeit aufgenommen und sich in den vergangenen Monaten bereits dreimal getroffen. Die zwölf Mitglieder aus den drei Dekanaten haben dabei wichtige Grundlagen für den Fusionsprozess gelegt, der bis zum 1. Januar 2029 abgeschlossen sein soll.

Kennenlernen, Themen sammeln und erste Weichen stellen

Beim ersten Treffen am 15. Juli 2025 in Altdorf lernten sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe kennen, diskutierten über zukünftige Dekanatsgrenzen und sammelten erste wichtige Themenfelder, die im Fusionsprozess besprochen werden müssen, wie z.B. Gebäudekonzeptionen, Finanzen & Haushalt, dekanatliche Infrastruktur und verschiedene Arbeitsbereiche.

Alle drei Dekanate stellen sich vor

Das zweite Treffen am 30. Oktober 2025 in Eschenbach stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens der drei Dekanate. Alle drei Dekanate - Neumarkt, Altdorf und Hersbruck - stellten ihre jeweiligen Besonderheiten, Strukturen, Herausforderungen und Stärken vor. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die drei Dekanate aufgestellt sind – und gleichzeitig, welche gemeinsamen Themen alle drei beschäftigen: Pfarrstellenvakanzen, demografischer Wandel, die Frage nach zukunftsfähigen Strukturen und die Stärkung der kirchlichen Arbeit in der Region.

Von den Erfahrungen Anderer profitieren

Für das dritte Treffen am 14. November 2025 in Neumarkt hatte die Steuerungsgruppe Dekan Jürgen Hacker (Bayreuth) und Dekanin Ulrike Dittmar (Dekanat Cham/Sulzbach-Rosenberg/Weiden) eingeladen – beide haben Fusionsprozesse in ihren Dekanaten begleitet. In einem intensiven Austausch berichteten sie von ihren Erfahrungen, teilten Best-Practice-Beispiele und benannten auch mögliche Stolpersteine. Die Gespräche mit den Gästen haben gezeigt - eine gelingende Fusion braucht vor allem drei Dinge:

Klare Kommunikation: Alle Beteiligten müssen rechtzeitig und transparent informiert werden – von den Kirchenvorständen über die Dekanatskonferenzen bis zu Kommunen und der Öffentlichkeit.

Ehrlicher Umgang mit Ängsten und Bedenken: Fragen wie "Wo ist der Dekanatssitz?" oder "Wer ist künftig meine Ansprechperson?" müssen offen besprochen werden. Auch Trauerprozesse – etwa wenn Stellen gekürzt werden oder vertraute Strukturen sich verändern – sollten sensibel begleitet werden.

Eine realistische Zeitschiene: Es braucht klare Meilensteine und einen strukturierten Prozess, damit klar definiert ist, wann welche Entscheidungen anstehen und wann wer informiert werden muss.

Ausblick: Der eigene Fusionsprozess kommt in den Blick

In den ersten drei Treffen stand das gegenseitige Kennenlernen und das Lernen von Erfahrungen Anderer im Vordergrund. Ab Januar 2026 wird die Steuerungsgruppe nun den Blick verstärkt auf den eigenen Fusionsprozess richten:

  • Themenfelder und Arbeitsbereiche müssen bearbeitet werden?
  • Welche Zeitschiene ist realistisch und wie ist diese strukturiert?
  • Wer muss wann mit einbezogen werden?
  • Wie organisieren wir die Kommunikation?

Ein Prozess, der alle betrifft

Die Fusion der drei Dekanate ist ein Prozess, der alle Ebenen der kirchlichen Arbeit in unserer Region betrifft – die Steuerungsgruppe ist sich bewusst, dass dieser Prozess gut gestaltet und kommuniziert sein muss. Wir werden Sie daher regelmäßig über den Fortgang des Prozesses informieren.

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